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Hochschulzugang und soziale Rahmenbedingungen für die Bildung

«Samy» absolvierte seine gesamte schulische Grundbildung im Herkunftsland. Nach dem anspruchsvollen Gymnasium konnte er ein rechtswissenschaftliches Studium beginnen. Aufgrund eines immer stärker eskalierenden Bürgerkriegs musste er sein Studium 2014 schliesslich abbrechen und kam als 23-jähriger in die Schweiz. Rund zwei Jahre lang konnte er sich auf den Erwerb einer Landessprache konzentrieren und erreichte schliesslich das angestrebte Niveau C1. Die Wiederaufnahme des Studiums wurde ihm dennoch versagt, da sein ausländischer Abschluss nicht anerkannt wurde. «Samy» entschied sich daraufhin widerwillig einen anderen beruflichen Weg einzuschlagen. Die Matura in der Schweiz nachzuholen hätte zu viel Zeit gekostet und wäre aufgrund seines Status als vorläufig Aufgenommener auch finanziell nicht tragbar gewesen. «Samy» machte deshalb eine Ausbildung zum interkulturellen Dolmetscher und arbeitete rund zwei Jahre auf diesem Beruf. Da diese unregelmässige Tätigkeit keine gesicherte Existenz garantierte, begann er 2020 schliesslich eine Berufslehre.